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Fachbegriffe

Liebe Eltern,
Als wäre eine Frühgeburt nicht schon aufregend genug, beginnt mit der Zeit auf der Frühchenstation ein Feuerwerk an Fremdwörtern und neuen Begriffen auf Sie einzuwirken. Wir haben einmal ein paar der Begriffe für Sie mit einer kurzen Erklärung aufgelistet.
Wenn Sie Fragen haben oder etwas genauer wissen wollen, scheuen Sie bitte nicht, die Ärzte und Kinderkrankenschwestern der I10 anzusprechen.

Persistierender Ductus Arteriosus

Im Mutterleib gibt es einige Besonderheiten des kindlichen Kreislaufes. Eine dieser Besonderheiten stellt die Kurzschlussverbindung zwischen der Körper- und der Lungenschlagader dar. Während sich bei reifen Neugeborenen dieser Kurzschluss in den ersten Tagen selbstständig verschließt, kann er bei Frühgeborenen eröffnet bleiben. Dadurch wird die Lunge nach der Geburt mit Blut überflutet wohingegen die Durchblutung anderer Organe vermindert ist. Die Diagnose wird mit Hilfe des Herzultraschalles gestellt (Echokardiographie,kurz Echo). Es gibt Medikamente, die einen Verschluss dieser Verbindung erwirken können. Sollte dies nicht möglich sein, kann der sogenannte „Ductus“ auch durch eine Operation verschlossen werden.

Quelle: Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe - Großhadern

Atemhilfe/ CPAP

Es gibt verschiedene Varianten von Atemhilfen, auch CPAP genannt. Die Beatmungsmaschine gibt über einen Tubus, Maske oder Nasenprong ein Sauerstoff-Luft-Gemisch in den Rachen. Durch die Flussgeschwindigkeit des Gases entsteht ein Druck in der Lunge des Babys, der verhindern soll, dass die Lunge in der Ausatemphase zusammenfällt. Dabei atmet das Frühgeborene aber spontan, d. h. es atmet allein und wird nicht durch eine „Maschine“ extra beatmet.

Bradykardie-Apnoesyndrom

Aufgrund der Unreife des Atemzentrums kommt es bei Frühgeborenen häufig zu Atempausen, in deren Zusammenhang ebenso Abfälle der Herzfrequenz sowie der Sauerstoffsättigung auftreten. Tritt ein solches Ereignis auf, werden die Kinder zum Luftholen angeregt (stimuliert) oder bekommen, wenn sich diese Ereignisse häufen, Medikamente (Theophyllin, Koffein), die das Atemzentrum anregen sollen. Mit zunehmender Reife des Gehirns nehmen diese Ereignisse in Häufigkeit und Schwere ab.

Quelle: Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe - Großhadern

 

Erstversorgung

Die erforderlichen Maßnahmen unmittelbar nach der Geburt hängen natürlich vom Zustand des Frühgeborenen ab. Während lebenskräftige, größere Frühgeborene nur überwacht werden oder allenfalls Sauerstoffzufuhr, eine Magensonde oder eine Infusionsnadel bekommen, sind bei unreiferen Frühgeborenen verschiedene Maßnahmen erforderlich. Solche, die bereits vor oder während der Geburt beeinträchtigt waren, brauchen meistens Atemunterstützung, Beatmung oder auch Gabe von Medikamenten über einen Nabelkatheter.

Frühgeborenenanämie

Durch die Unreife der blutbildenden Organe, den beschleunigten Abbau der roten Blutkörperchen, die notwendigen Blutentnahmen sowie die schnelle Gewichtszunahme in den ersten Monaten nach der Geburt kommt es bei frühgeborenen Kindern zu einem relativen Mangel an roten Blutkörperchen (Anämie). Darum erhalten frühgeborene Kinder zur Unterstützung der Blutbildung in den ersten Lebensmonaten eine Eisentherapie. Bei deutlich erniedrigten Werten oder bei noch sehr kleinen Kindern kann die Gabe von roten Blutkörperchen über ein sogenanntes Erythozytenkonzentrat nötig sein.

Quelle: Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe - Großhadern

 

Gefäßkanülen und zentrale Katheter

Kunststoffverweilkanülen sind aus einem teflonartigen Kunststoff hergestellt und für die Infusion in oberflächlichen Venen geeignet. Mit ihren filigranen Maßen passen sie gerade so in die winzigen Blutgefäße der Frühchen. Da sie an der Blutgefäßwand sehr eng anliegen, kommt es leider häufig zu Reizungen der Venenwände, sodass die Liegedauer dieser Kanülen meistens nur auf einige wenige Tage beschränkt ist. Wenn Frühchen über längere Zeit Infusionen benötigen, wird deshalb meistens ein zentraler Venenkatheter (ZVK) gelegt.

 

Intubation

Im Rahmen der Intubation wird ein Beatmungsschlauch durch die Stimmritze in die Luftröhre eingeführt. Hierüber kann eine künstliche Beamtung erfolgen, falls das Kind nicht ausreichend selbständig atmen kann.

Quelle: Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe - Großhadern

 

Inkubator

Um eine möglichst optimale Umgebung für das frühgeborene Kind zu schaffen, insbesondere im Hinblick auf die Umgebungstemperatur, die Luftfeuchte und die Geräuschabschirmung, werden frühgeborene Kinder bis zu einem Gewicht von ca. 1500 Gramm im Brutkasten (Inkubator, kurz „Inku“) gepflegt.

Quelle: Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe - Großhadern

 

Känguruhen

Beim Känguruhen steht der direkte Körperkontakt zwischen Kind und Mutter/Vater im Vordergrund. Hierbei liegt das Neugeborene auf der Brust der Mutter / des Vaters. So kann das Kind die Körperwärme spüren, den Herzschlag, die Atmung und den Geruch wahrnehmen.

Quelle: Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe - Großhadern

 

Leistenhernie

Aufgrund der Unreife des Bindegewebes kommt es besonders bei frühgeborenen Kindern häufig zum Auftreten der sogenannten Leistenbrüche. Durch eine Schwachstelle oder Öffnung des Bindegewebes kommt es hierbei zur Vorwölbung von Darmanteilen. Bei Jungen ist hierbei eine typische Stelle der Übergang zum Hodensack. Jungen sind auch entsprechend häufiger betroffen.

Quelle: Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe - Großhadern

 

Monitorüberwachung

Den Ärzten und Schwestern auf der Frühgeborenenintensivstation, sowie der Überwachungsstation, steht bei der Überwachung der Frühgeborenen die moderne Technik hilfreich zur Seite. Die Babys werden, je nach gesundheitlichen Zustand, mehr oder weniger „verkabelt“. Kleine Elektrodenwerden auf den Körper geklebt, mit deren Hilfe Atmung und Herzaktion registriert werden können. Eine mit einem Pflaster oder Klettstreifen am Füßchen oder an der Hand angebrachte Sonde dient der Messung der Sauerstoffsättigung. Bei beatmeten Frühgeborenen können zusätzlich über eine kleine Messsonde die Sauerstoff- und Kohlensäurewerte des Blutes durch die Haut hindurch überwacht werden. Diese Methoden sind auch für extrem kleine Frühgeborene wenig belastend und vermeiden Blutentnahmen, die ansonsten zur Überwachung des Zustandes der Frühgeborenen sehr häufig durchgeführt werden müssten.

Persistierender Ductus Arteriosus (PDA)

Im Mutterleib gibt es einige Besonderheiten des kindlichen Kreislaufes. Eine dieser Besonderheiten stellt die Kurzschlussverbindung zwischen der Körper- und der Lungenschlagader dar. Während sich bei reifen Neugeborenen dieser Kurzschluss in den ersten Tagen selbstständig verschließt, kann er bei Frühgeborenen eröffnet bleiben. Dadurch wird die Lunge nach der Geburt mit Blut überflutet wohingegen die Durchblutung anderer Organe vermindert ist. Die Diagnose wird mit Hilfe des Herzultraschalles gestellt (Echokardiographie,kurz Echo). Es gibt Medikamente, die einen Verschluss dieser Verbindung erwirken können. Sollte dies nicht möglich sein, kann der sogenannte „Ductus“ auch durch eine Operation verschlossen werden.

Quelle: Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe - Großhadern

 

Sono

Abkürzung für Sonographie, Ultraschall

Quelle: Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe - Großhadern

 

Surfactantmangel

Ohne Surfactant, d.h. ohne den Oberflächenfaktor, fällt die Lunge in der Ausatemphase in sich zusammen und die Sauerstoffaufnahme ist stark vermindert oder gänzlich unmöglich. Damit fehlt der Sauerstoff der Lunge selbst, aber auch allen anderen Organen des kleinen Körpers. Dieser Sauerstoffmangel lässt sich meist auch nicht durch Steigerung des Sauerstoffanteils in der Einatemluft anheben. In solchen Fällen steht den Neonatologen seid Anfang der 90er Jahre das Surfactant als Substanz zur Verfügung und wird beim Atemnotsyndrom, d.h. bei einer unzureichenden Sauerstoffversorgung aufgrund des Fehlens von Surfactant, zum Einsatz gebracht.

 

 

Transportinkubator

Ein Tarnsportinkubator ist ein Brutkasten auf einem Fahrgestell. Es wird also dafür gesorgt, dass das Baby warm untergebracht ist. Zusätzlich befindet sich „an Board“ ein Beatmungsgerät mit Sauerstoff- und Drucklufteinspeisung, ein Absauggerät, Überwachungs- und Infusionsgeräte. Die Neonatologen sind mit Hilfe dieses Inkubators in der Lage, auch extrem kranke und unreife Kinder während des Transports von der Geburtsklinik in die Neonatologie zu versorgen.

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